Was ist die Präqualifizierung?

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) vom 04. April 2017 hat der Bundestag die Änderung des Fünften Buches des Sozialgesetzbuches beschlossen. §126 regelt die Versorgung durch die Vertragspartner. Gemäß § 126 Absatz 1 Satz 2 SGB V können Vertragspartner der Krankenkassen nur solche Leistungserbringer sein, die die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllen. Die Leistungserbringer von Hilfsmitteln müssen daher zur ordnungsgemäßen, fachgerechten Ausübung ihres Berufes befähigt und räumlich sowie sachlich angemessen ausgestattet sein. Die Krankenkassen stellen nach § 126 Abs. 1 Satz 2 SGB V sicher, dass die Voraussetzungen erfüllt sind.

Ein Präqualifizierungsverfahren dient dazu, die Leistungserbringer auf ihre grundsätzliche Eignung zur Erbringung bestimmter Versorgungen zu prüfen und hierüber eine Bescheinigung (Zertifikat) zu erteilen. Die Präqualifizierung stellt somit eine vorvertragliche Eignungsprüfung dar. Die Zertifikate sind auf höchstens fünf Jahre zu befristen.