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Die präQ GmbH ist nach der neuen Gesetzeslage akkreditiert

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Mit Wirkung zum April 2017 wurde das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz HHVG) vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Ziel war es, das Niveau aller Präqualifizierungsstellen anzuheben bzw. anzugleichen.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes ist dann auch die Präqualifizierungsvereinbarung zwischen den Präqualifizierungsstellen und dem GKV-Spitzenverband erloschen. Künftig obliegt der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Überwachung der Präqualifizierungsstellen und nicht mehr dem Dachverband der Krankenkassen.

Dies hatte zur Folge, dass sich alle Präqualifizierungsstellen, die weiterhin als solche tätig sein wollen, bei der DAkkS akkreditieren lassen müssen.

Grundlage für die Akkreditierung der Präqualifizierungsstellen ist die DIN EN ISO/ IEC 17065 "Konformitätsbewertung - Anforderungen an Stellen, die Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zertifizieren". Ergänzt wird dieses Regelwerk durch die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes (Kriterienkatalog), die weiterhin bestehen bleiben.

Die präQ GmbH ist eine der ersten Präqualifizierungsstellen, die eine Akkreditierung der DAkkS erhalten hat. Die Anforderungen dafür sind sehr hoch. Nur diejenigen Präqualifizierungsstellen, die über eine entsprechende Akkreditierung bis zum 30. April 2019 verfügen, dürfen zukünftig Präqualifizierungen vornehmen. Die präQ GmbH gehört auch weiterhin dazu.

 

1. Auswirkungen auf Präqualifizierungsstellen

Wird einer Präqualifizierungsstelle die Akkreditierung nach der Begutachtung durch die DAkkS nicht erteilt, verliert die Präqualifizierungsstelle ihre Prüfzuständigkeit und hat umgehend ihre Kunden zu informieren. Der Kunde hat gemäß § 126 Abs. 2 S.6 SGB V die Möglichkeit, das von der betroffenen Präqualifizierungsstelle ausgestellte Präqualifizierungs-Zertifikat zu einer anderen Präqualifizierungsstelle innerhalb von 6 Monaten oder nach Ablauf der Präqualifizierung, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt, überprüfen und transferieren zu lassen.

2. Auswirkungen auf den Kunden/ Leistungserbringer

a) Vertragsunterlagen
Im Zuge der Umsetzung der Norm werden demnächst neue Vertragsunterlagen an jeden Kunden geschickt. Diese Unterlagen enthalten folgende Dokumente:
 

  • Präqualifizierungsvereinbarung
  • Verfahrensbeschreibung über den Ablauf einer Präqualifizierung
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen der präQ GmbH
  • Verfahrensanweisung zur Verwendung der Präqualifizierung und der Zertifizierungsdokumente
  • Entgeltliste


b) Überwachungen und Begehungen
Zur Aufrechterhaltung der Präqualifizierung schreibt das Regelwerk der deutschen Akkreditierungsstelle zweimalige Überwachungen innerhalb des Präqualifizierungszeitraums beim Kunden vor.

Die erste Überwachungsmaßnahme findet ca. 20 Monate nach der Präqualifizierungsentscheidung statt, die zweite folgt nach weiteren 20 Monaten. Hierzu muss der Kunde eventuelle wesentliche räumliche und sachliche Änderungen in Form eines Überwachungsbogens angeben oder bestätigen, dass keine wesentlichen Änderungen vorliegen. Zusätzlich dazu ist eine Betriebsbegehung erforderlich.

Bisher waren nur bei Eröffnungen neuer Betriebsstätten, bei Umzug, maßgeblichen räumlichen Ände-rungen oder einem Inhaberwechsel Betriebsbegehungen durchzuführen. Künftig wird es zusätzlich zu den Überwachungen auch Betriebsbegehungen im Rahmen der Re-Präqualifizierung geben.

Den Präqualifizierungsstellen wird eine Übergangsfrist eingeräumt, was bedeutet, dass alle Betriebsstätten zumindest einmal bis zum 30.04.2021 begangen worden sein müssen.

14.11.2018


© PräQ Gesellschaft zur Präqualifizierung mbH

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